Private Pflegeversicherung

Warum eine private Pflegeversicherung so wichtig ist!

Eine private Pflegeversicherung schützt Ihr Vermögen. Viele Menschen sind erstaunt wie hoch die Differenz ist zwischen dem, was über die Pflegepflichtversicherung getragen wird und den tatsächlichen Pflegekosten. Reichen die Leistungen der Pflegepflichtversicherung und Ihre laufenden Einnahmen nicht aus, um die Pflege zu finanzieren, so müssen Sie Ihr Vermögen dazu einsetzen und verbrauchen. Ist dieses Vermögen nicht ausreichend, so können auch Ihre Kinder zur Finanzierung Ihrer Pflegekosten mit heran gezogen werden.

Schauen Sie sich mal das nachfolgende kurze Video dazu an:

Die Pflegekosten

Für die ambulante Pflege gibt es keine einheitlichen Preise. Sie sind in jeder Region unterschiedlich. Um Ihnen jedoch einen ersten Eindruck zu vermitteln, möchten wir Ihnen einige Eckdaten liefer:

Die ambulante Pflege durch einen professionellen Pflegedienst bei Pflegegrad 2 kostet in Nordrhein-Westfalen rund € 1.500,– monatlich. Sie erhalten von der Pflegepflichtversicherung einen festen Zuschuss von rund € 690,–. Es verbleibt für Sie ein selbst zu tragender Eigenanteil von rund € 800,– monatlich.

Ein Pflegeplatz in einem Pflegeheim bei Pflegegrad 3 startet bei ca. € 2.900,–, der Zuschuss der Pflegepflichtversicherung liegt bei € 1.262,–; heißt Restkosten für Sie rund € 1.600,– jeden Monat

Sie können sich über den Pflege-Navigator für Ihre Region ansehen, was ein stationärer Pflegeplatz kostet und wie hoch Ihr Eigenanteil ausfällt.

Wie sieht ein typischer Verlauf der Pflege aus?

Herr Müller wird im Alter von 75 pflegebedürtig. Seine Ehefrau ist 72 und kann ihm noch bei einigen Dingen behilflich sein. Eine professionelle Pflegekraft ist jedoch nötig, um sämtliche Dinge des täglichen Lebens meistern zu können. Ihre beiden Kinder wohnen eine Autostunde entfernt und die Müllers wollen ihnen auch nicht zur Last fallen.

Herr Müller wird in Pflegegrad 2 eingestuft und erhält so monatlich € 689,– staatliche Leistung der Pflegepflichtversicherung. Es verbleibt eine Eigenleistung von knapp € 800,– im Monat.

Nach drei Jahren hat sich der gesundheitliche Zustand von Herrn Müller so weit verschlechtert, dass der Pflegebedarf größer wird. Auch bei Frau Müllr werden die körperlichen Beschwerden größer zunehmend ein. Herr Müller möchte gerne weiterhin zu Hause in gewohnter Umgebung bleiben und nach erneuter Prüfung billigt ihm der Medizinische Dienst nun Pflegegrad 3 zu.

Weitere drei Jahre später ist Frau Müller körperlich nicht mehr in der Lage ihren Mann zu versorgen, trotz der Unterstützung durch eine professionelle Pflegekraft. Herr Müller muss nun mit 81 Jahren in eine stationäre Pflegeeinrichtung, wo er nach zwei Jahren verstirbt.

Die Pflege von Herrn Müller hat in diesem Zeitraum rund € 121.000,– Eigenanteil gekostet.

Folgen für Frau Müller

Durch rund 8 Jahre aufopferungsvoller Pflege ihres Mannes, zeichnet sich ab, dass auch sie (zwischenzeitlich 80 Jahre alt) wohl in den nächsten Jahren pflegebedürftig werden wird. Ob ihre Rente für den Eigenanteil dann noch ausreichen wird, ist eher fraglich. Sie wird wohl ihr Eigenheim verkaufen müssen und kann es nicht, wie erhofft an ihre Kinder vererben.

Fazit:

Eine private Pflegeversicherung sinnvoll eingesetzt hätte dies wohl verhindert! Deswegen informieren Sie sich frühzeitig!

Bildnachweis:

  • Private Pflegeversicherung: fotolia: 210712336 - Romantic senior couple holding hands while walking together on a field in the countryside in summer © Kzenon